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Paar- und Sexualtherapeutische Praxis D Y A D E - die Praxis für Paare Dipl.-Psych. Manfred Soeder | Dipl.-Psych. Dana Prentki |
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Sexuelle Wünsche
Eine Studie, die wir 2007 mit 320 Partnern (185 Frauen und 135 Männer) im Internet durchgeführt haben, befasste sich mit den Wünschen bezüglich sexueller Aktivitäten. Es wurde in einem Fragebogen abgefragt, ob die Testperson den Wunsch hat, mit dem Partner die vorgeschlagenen Aktivitäten auszuüben. Die Antworten konnten auf einer vierstufigen Skala von 'nein' bis 'ja' gegeben werden. Die Ergebnisse sind in der unten abgebildeten Tabelle dargestellt. Die dort rechts neben den einzelnen Items aufgeführten Werte sind die Wahrscheinlichkeiten, mit der die einzelnen Subgruppen der Studie eine Frage mit 'ja' beantworten (Schwierigkeitsindex). Die Wahrscheinlichkeiten sind in Dezimalschreibweise dargestellt, also in einem Werteraum von 0 bis 1, d.h. ein Wert von 0,50 entspricht 50 Prozent Zustimmungswahrscheinlichkeit. Die Gruppe 'Gesamt' umfasst Frauen und Männer. Die Tabelle ist in absteigender Reihenfolge nach der Zustimmung in der Gesamtgruppe sortiert. In der letzten Spalte befinden sich die prozentualen Unterschiede zwischen den beiden geschlechtsspezifischen Gruppen. Werte ab 75 % sind in der Tabelle fett markiert.
Die Tabelle gibt eine Rangliste gewünschter sexueller Aktivitäten wider, wobei die insgesamt stärkste Zustimmung (80%) das Item über den Austausch sexueller Fantasien findet, die schwächste Zustimmung das Item über Rollenspiele (41%). Es bestanden keine signifikanten Unterschiede zwischen Männern und Frauen, was insgesamt das Ausmaß sexueller Wünsche angeht. Bei beiden Gruppen sind also noch Wünsche offen. Die insgesamt stärksten Wünsche, bzw. die ersten vier Items, werden sowohl von den Frauen als auch von den Männern geteilt. Somit hat der Vorschlag dieser Aktivitäten eine große Wahrscheinlichkeit, vom Partner angenommen zu werden. Interessant sind jedoch die, wenn auch leichten, Unterschiede zwischen Frauen und Männern im Einzelnen. Der größte Zustimmungsunterschied liegt bei 15%. Es gibt vier Themen, bei denen Männer und Frauen etwas auseinander liegen. Zwei davon werden von Frauen (Komplimente und Romantik), zwei von Männern (Oralverkehr und Masturbation) präferiert. Alle anderen Wünsche sind geschlechtsunabhängig.
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