Paarberatung

Paar- und Sexualtherapeutische Praxis

D Y A D E  -  die Praxis für Paare

Dipl.-Psych. Manfred Soeder | Dipl.-Psych. Dana Prentki

Eheberatung

Paarseminare

 

Qualitätsmanagement für Paare

Die Lust auf Bindung ist trotz zunehmender Individualisierung in der Gesellschaft ungebrochen. Während häufig die zunehmenden Scheidungszahlen und die damit zusammen hängenden Folgen für die Gesellschaft bedauert werden, wollen wir uns diesem Trend nicht hingeben, sondern stellen uns die Frage, wie der Widerspruch zwischen Bindungslust und Bindungsfrust ausgeräumt werden könnte. Oft wird auf zu hohe Ansprüche der Partner hingewiesen, die nicht mehr bereit sind, Einschränkungen hinzunehmen und zu früh das Handtuch werfen. würden. Auch das romantische Ideal unseres westlichen Liebeskonzeptes von freigewählten und auf Leidenschaft basierenden Beziehungen wird in diesen Zusammenhängen als Ursache für Frustrationen und Brüche bemängelt.

Möglicherweise liegt das Problem ungewollt kurzfristiger Bindungen und Trennungen jedoch eher an den zu geringen Ansprüchen, die Partner aneinander und an die Beziehung stellen. Die Leidenschaft scheint die Notwendigkeit individueller und partnerschaftlicher Entwicklung zunächst zu verschleiern. Sie scheint das Bedürfnis nach der Gewissheit geliebt zu werden zu befriedigen und so eine Situation herzustellen,

Egal, was Sie aus der Beziehung machen wollen, tun Sie es bewusst und systematisch. Konflikte in der Partnerschaft entstehen aus Uneinigkeit der Partner, was das Ziel der Beziehung sein soll. Man stelle sich die Beziehung als eine Reise vor, bei der den beiden Reisepartnern nicht nur verboten ist, über Ihre individuellen Reiseziele zu sprechen, denen sie darüber hinaus oft auch selbst nicht bewusst sind. Die dabei auftretenden Konflikte wären gekennzeichnet durch sich einander ausschließende Entscheidungen (links oder rechts), statt durch eine konstruktive Auseinandersetzung über den aufzusuchenden Ort und dessen gewünschte Beschaffenheit.

Das Reden über individuelle Bedürfnisse und Möglichkeiten macht den Partnern Angst, da diese Gespräche den Bestand der Beziehung in Frage stellen können. Daher wird der eigentliche Konflikt entweder auf Themen verschoben, die zunächst weniger gravierend erscheinen und auf die Außenstehenden oft banal wirken, oder er wird ganz verleugnet und äußert sich nur noch im Schweigen. Diese beiden unproduktiven Bewältigungsmöglichkeiten können von beiden Partnern gemeinsam (symmetrisch) oder arbeitsteilig (unsymmetrisch) übernommen werden. Sowohl Streit als auch Schweigen sind kurz- und mittelfristige Möglichkeiten, Gemeinsamkeit zu erhalten, ohne die wirklichen Unterschiede der Bedürfnisstrukturen wahrnehmen zu müssen. Jedoch können die Partner dadurch langfristig keine konstruktiveren Bewältigungsmechanismen entwickeln.

Qualitätsmanagement für Paare ignoriert die offensichtlichen bzw. bewussten Konflikte des Paares und stellt einen übergeordneten Bezugsrahmen auf der Bedürfnisebene zur Verfügung, der es Paaren ermöglicht, Zielkonflikte kreativ und wachstumsorientiert zu lösen. Dabei werden die Persönlichkeiten der Partner nicht als therapeutisches Problem betrachtet, sondern als eine vorgegebene Struktur, die in einer Beziehung so zu organisieren ist, dass der gemeinsame und individuelle Gewinn aus der Partnerschaft steigt.

Das Seminar basiert auf einem von uns entwickelten wertfreien Rahmenmodell und beinhaltet zweimal drei Zeitstunden an einem Wochenende. Die Gruppe besteht aus mindestens zwei, maximal drei Paaren.

Seminarkosten: EUR 756,00 geteilt durch die Anzahl der Teilnehmer inklusive Teilnehmerunterlagen, also bei drei Paaren EUR 252,00 je Paar bzw. EUR 21,00 pro Person und Zeitstunde, zahlbar nach dem Vorgespräch.

Termine: nach Gruppenabsprache

 

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